Sonntag, 23. März 2014

Kaum bin ich aus der Klinik zurück, fängt der Schulstress auch wieder an.
Schnell atmend liege ich auf meinem Bett. Ich fühle mich, als wäre ich gerade einen Marathon gelaufen, dabei saß ich vor zwei Minuten noch am Schreibtisch vor einem Berg Papieren, auf denen massenhaft irgendwelche Matheformeln gekritzelt sind.
Mein Kopf dröhnt, Zahlen und Buchstaben schwimmen vor mir in einem schwarzen Meer, umfangen mich, beißen mich, schreien mich an. Ich kann den Tränen nicht mehr standhalten, ich raufe an meinen Haaren, versuche mich zu beruhigen. Plötzlich kommt der altbekannte Druck wieder hoch, mein schwarzes Meer ist nun rot, ich sehe nur noch rot - Wo ist die Klinge? Ich atme tief, immer weiter, versuche mich selbst zu spüren, versuche an etwas anderes zu denken.
Die Tränen fließen langsam, meine Hyperventilation steigt wieder ab und ich setze mich aufrecht hin. Die Schreibtischlampe leuchtet mit aller Kraft auf das Schreibwerkzeug. Langsam stehe ich auf um sie auszuschalten.
Als ich wieder über den Papieren stehen, möchte ich mich setzen, weiterarbeiten, mir selbst sagen, dass ich das kann. Doch ich weiß, dass ich mich nicht überfordern sollte. Ich sollte aufhören, wenn ich weiß, dass es zu viel wird - das habe ich gelernt.
Und jetzt sitze ich hier, tippe diese Worte, um Mathe ein wenig zu verdrängen, zur Ruhe zu kommen und mich auch mal wieder zu melden. Ihr seht: ich habe in der Klinik ein wenig gelernt, also Besserung ist aufgetreten. Wie lange dies anhält, weiß ich allerdings nicht.

Ich werde wohl gleich nochmal an die frische Luft, und dann nochmal versuchen mich an Mathe zu hängen, und wenn das nicht klappt: shit happens. 

Kommentare:

Eve hat gesagt…

Hallo Liebes,
es freut mich, wieder von dir zu hören. Ich hoffe die Zeit in der Klinik hat dir wirklich geholfen, dich wieder zu ordnen und um wieder auf die Beine zu kommen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, du bist nicht die einzige der es so geht mit der Schule. Ich fand es jedesmal so unglaublich schwer wieder in diesen täglichen Rhythmus zu gelangen. Jeden Tag steht auf einmal die Schule und klopft an die Tür. Ich weiß aber, dass du das sicher bald schaffen wirst! Wie du selbst schon gesagt hast, lieber aufhören, wenn es zu viel wird. Kleine Schritte sind wirkungsvoller als große, die doch nur halb vollendet wurden.

Du bist nicht alleine! Wenn du reden möchtest, ich stehe jederzeit zur Verfügung.

Alles Liebe, Eve <3

Birdy hat gesagt…

Kopf hoch, du hast schon so viel geschafft!
Du bist ein furchtbar starkes Mädchen,
hab einfach nur Mut deinen Weg zu gehen, egal wie schwer es ist, egal wie langsam es vorangeht.
Du hast schon so viel schwere Zeiten durchlebt- und du bist immer noch da, du kämpfst immer noch.
Du hast so viel Grund, stolz auf dich selbst zu sein.

Also bitte, bleib auch weiterhin am Ball!

Ich bin natürlich auch immer da, wenn du mal jemand zum Schreiben/Reden brauchst. (:

Birdy hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
The other Girl…  hat gesagt…

hey liebes ♥

erst einmal freut es mich auch, dass du wieder schreibst (:

lass dich bitte nicht so schnell runter kriegen! du siehst selbst dass sich alles gebessert hat, klammer dich daran fest und lass dich nicht wieder in den abgrund reißen, du kannst das schaffen <3

fühl dich gedrückt ♥

http://gedankenbahnen.blogspot.de/